Blumenkohl-Pizza Low Carb Rezept – knusprig und lecker
Ich gebe es zu: Als ich das erste Mal von Blumenkohl-Pizza gehört habe, war ich mehr als skeptisch. Pizza ohne richtigen Teig? Das soll schmecken? Aber nachdem ich jetzt schon seit zwei Jahren regelmäßig Low Carb koche, kann ich sagen: Diese gesunde Pizza Alternative ist richtig gut geworden. Und das Beste? Sie schmeckt nicht nach Blumenkohl, sondern einfach nach leckerer Pizza.
Letzte Woche habe ich sie wieder gemacht, weil Freunde zu Besuch waren. Die wussten nicht mal, dass der Boden aus Gemüse ist. Erst als ich es erwähnt habe, kam das große Staunen. Genau das macht dieses Rezept so toll: Du kannst Pizza genießen, ohne danach dieses vollgestopfte Gefühl zu haben.
Warum Blumenkohl-Pizza perfekt zum Abnehmen ist
Normale Pizza hat meistens um die 800-1000 Kalorien pro Portion. Mit einem Blumenkohlboden kommst du auf etwa 350-400 Kalorien. Das ist schon mal ein riesiger Unterschied, wenn du abnehmen möchtest.
Aber es geht nicht nur um die Kalorien. Der Blumenkohlboden ist super proteinreich, weil wir Ei und Käse dazugeben. Protein hält länger satt, das kennst du vielleicht schon von mir. Ich habe festgestellt, dass ich nach dieser Pizza nicht nach zwei Stunden wieder Hunger habe, wie das bei normalem Pizzateig oft der Fall ist.
Außerdem ist diese low carb Pizza richtig einfach zu machen. Klar, du brauchst ein bisschen Zeit für die Vorbereitung. Aber kompliziert ist es wirklich nicht. Ich hatte anfangs auch Bedenken, ob das was wird. Mittlerweile mache ich den Boden mit geschlossenen Augen.
Die richtigen Zutaten für den perfekten Blumenkohlboden

Für den Boden brauchst du nicht viel. Das meiste hast du wahrscheinlich sowieso zu Hause:
Für den Boden:
- 1 mittelgroßer Blumenkohl (ca. 600-700g)
- 1 Ei
- 100g geriebener Käse (ich nehme Mozzarella, geht aber auch mit Gouda)
- 2 EL Mandelmehl oder Kokosmehl
- Salz, Pfeffer, etwas Oregano
- Optional: 1 TL Flohsamenschalen (macht den Boden fester)
Den Blumenkohl bekommst du eigentlich überall. Bei Edeka oder Rewe kostet der so um die 2 Euro. Ich kaufe meistens einen etwas größeren, dann kann ich den Rest für andere Rezepte verwenden. Mandelmehl kriegst du mittlerweile auch bei dm oder im Bioladen. Kostet zwar mehr als normales Mehl, aber du brauchst ja nur wenig davon.
Für den Belag (hier kannst du nehmen, was du magst):
- 3-4 EL passierte Tomaten oder Tomatenmark
- 150g Mozzarella
- Deine Lieblingszutaten: Salami, Schinken, Champignons, Paprika, Rucola
Ich persönlich mag es klassisch mit Tomate, Mozzarella und frischem Basilikum. Manchmal gibt’s auch mal Salami drauf, wenn ich Lust darauf habe. Mein Freund liebt sie mit viel Gemüse und Thunfisch. Das Schöne ist, du kannst die Pizza genauso belegen wie du es von normaler Pizza kennst.
So bereitest du den Blumenkohlboden zu
Hier kommt der Teil, der am Anfang etwas knifflig sein kann. Aber keine Sorge, ich erkläre dir genau, worauf du achten musst.
Schritt 1: Blumenkohl zerkleinern Den Blumenkohl in Röschen teilen und in einer Küchenmaschine oder mit einer Reibe ganz fein zerkleinern. Es sollte wie Reis aussehen. Ich benutze meine Küchenmaschine, das geht super schnell. Dauert vielleicht zwei Minuten.
Schritt 2: Blumenkohl garen Jetzt gibt’s zwei Möglichkeiten: entweder kurz in der Mikrowelle (4-5 Minuten) oder in einer Pfanne ohne Fett anbraten (8-10 Minuten). Ich mache es meistens in der Pfanne, weil ich finde, dass der Blumenkohl so etwas trockener wird. Und je trockener, desto besser wird der Boden später.
Schritt 3: Flüssigkeit rauspressen (wichtig!) Das ist der entscheidende Schritt. Ich habe anfangs den Fehler gemacht, das nicht richtig zu machen. Dann war mein Boden matschig und ist beim Belegen auseinandergefallen.
Gib den gegarten Blumenkohl in ein sauberes Geschirrtuch und presse so viel Flüssigkeit wie möglich raus. Wirklich fest drücken, bis fast nichts mehr rauskommt. Deine Hände werden dabei nass, das ist normal. Aber dieser Schritt macht den Unterschied zwischen einem knusprigen und einem matschigen Boden.
Schritt 4: Teig mischen Den ausgepressten Blumenkohl mit Ei, geriebenem Käse, Mandelmehl und Gewürzen vermischen. Der “Teig” sollte formbar sein, aber nicht zu nass. Falls er zu feucht ist, gib noch etwas Mandelmehl dazu.
Schritt 5: Boden formen und backen Den Teig auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen. Ich forme meistens einen runden Boden, etwa 1 cm dick. Nicht zu dünn, sonst wird er zu knusprig und bricht. Nicht zu dick, sonst wird die Mitte nicht durch.
Jetzt kommt der Boden für 20-25 Minuten bei 200 Grad (Umluft 180 Grad) in den Ofen. Er sollte an den Rändern goldbraun werden. Das dauert ein bisschen, aber die Zeit lohnt sich.

Der Belag: So wird deine Low Carb Pizza richtig lecker
Wenn der Boden vorgebacken ist (er sollte schon fest sein, aber noch nicht zu dunkel), kommt der Belag drauf.
Mein Geheimtipp: Nicht zu viel Tomatensoße! Ich nehme nur 3-4 EL passierte Tomaten, die ich mit etwas Salz, Oregano und einer Prise Zucker würze. Zu viel Soße macht den Boden wieder matschig. Weniger ist hier wirklich mehr.
Dann kommt der Käse drauf und was du sonst noch magst. Ich belege nie so üppig wie bei normaler Pizza, weil der Blumenkohlboden nicht ganz so stabil ist. Aber für Mozzarella, ein paar Champignons und vielleicht etwas Schinken reicht es locker.
Ab in den Ofen für weitere 10-12 Minuten, bis der Käse schön geschmolzen ist. Ich schalte am Ende kurz den Grill an, damit der Käse diese typischen braunen Stellen bekommt. Aber Vorsicht, nicht zu lange, sonst verbrennt er schnell.
Wenn du frische Zutaten wie Rucola oder Basilikum draufgeben möchtest, mach das erst nach dem Backen. Schmeckt dann viel frischer.
Häufige Fragen zur Blumenkohl-Pizza
Schmeckt Blumenkohl-Pizza stark nach Blumenkohl?
Nein. Durch Gewürze, Tomatensoße und Käse schmeckt sie eher wie eine leichte Pizza als nach Gemüse.
Warum wird mein Blumenkohlboden matschig?
Der Blumenkohl muss nach dem Garen gründlich ausgepresst werden, damit möglichst wenig Wasser im Teig bleibt.
Kann ich den Boden einfrieren?
Ja. Vorgebackene Böden lassen sich problemlos bis zu drei Monate einfrieren.
Ist Blumenkohl-Pizza Low Carb?
Ja. Sie enthält deutlich weniger Kohlenhydrate als normale Pizza, weil kein Weizenmehl verwendet wird.
Welche Beläge passen am besten?
Beliebte Optionen sind Mozzarella, Salami, Schinken, Gemüse oder mediterrane Zutaten wie Feta und Oliven.
Häufige Fehler und wie du sie vermeidest
Ich habe beim Blumenkohl-Pizza machen schon einiges verbockt. Damit dir das nicht passiert, hier meine größten Learnings:
Der Boden fällt auseinander: Das liegt meistens daran, dass noch zu viel Wasser im Blumenkohl war. Wirklich fest auspressen, das ist super wichtig. Und nicht vergessen, das Ei reinzugeben. Das bindet alles zusammen.
Der Boden wird nicht knusprig: Entweder war er zu dick oder zu feucht. Oder du hast ihn nicht lange genug vorgebacken. Der Boden sollte schon richtig fest sein, bevor der Belag draufkommt.
Es schmeckt zu sehr nach Blumenkohl: Das kann passieren, wenn du ihn nicht richtig würzt. Ich gebe immer ordentlich Salz, Pfeffer und Oregano in den Teig. Manchmal auch etwas Knoblauchpulver. Dann schmeckt es viel mehr nach Pizza.
Die Pizza lässt sich nicht schneiden: Normales Messer funktioniert oft nicht so gut. Ich benutze ein Pizzaroller oder ein sehr scharfes Messer. Und ich lasse die Pizza nach dem Backen noch 2-3 Minuten ruhen, dann lässt sie sich besser schneiden.
Meal Prep Tipp: Blumenkohlboden auf Vorrat
Was richtig praktisch ist: Du kannst die Böden super vorbereiten. Ich mache manchmal gleich drei oder vier Böden auf einmal. Die vorgebackenen Böden (also nur der Boden, ohne Belag) kannst du einfrieren.
Einfach vorbacken, abkühlen lassen und dann zwischen Backpapier in einen Gefrierbeutel oder eine Box packen. Hält sich locker 2-3 Monate. Wenn du dann Pizza haben möchtest, nimmst du den Boden raus, belägst ihn direkt gefroren und backst ihn wie gewohnt. Vielleicht 3-4 Minuten länger, aber sonst ändert sich nichts.
Das ist echt mein Retter an stressigen Tagen. Ich habe immer 2-3 Böden im Gefrierschrank liegen. Dann dauert es nur noch 15 Minuten bis die Pizza auf dem Tisch steht.
Varianten: So wird’s nicht langweilig
Wenn du die klassische Blumenkohl-Pizza schon ein paar Mal gemacht hast, hier ein paar Ideen für Abwechslung:
BBQ-Chicken-Pizza: Statt Tomatensoße nehme ich BBQ-Soße (gibt’s auch in zuckerfreier Variante), dazu Hähnchen, rote Zwiebeln und Mais. Schmeckt richtig gut, hat aber mehr Kalorien durch die Soße.
Mediterrane Pizza: Feta, getrocknete Tomaten, Oliven und Rucola. Nach dem Backen noch etwas Balsamico drüber. Liebe ich total.
Thunfisch-Pizza: Für meinen Freund. Thunfisch, rote Zwiebeln, Kapern und Mozzarella. Sehr proteinreich und macht richtig satt.
Pizza Margherita: Einfach nur Tomaten, Mozzarella und frisches Basilikum. Manchmal ist weniger einfach mehr.
Du siehst, die Möglichkeiten sind endlos. Probier einfach aus, was dir schmeckt.
Nährwerte und Kalorien
Falls du genau wissen möchtest, was in dieser Pizza drin ist (ich tracke manchmal auch meine Mahlzeiten, wenn ich auf mein Gewicht achte):
Eine Portion Blumenkohl-Pizza (¼ vom ganzen Boden mit Belag) hat ungefähr:
- 350-400 Kalorien
- 25-30g Protein
- 10-15g Kohlenhydrate
- 20-25g Fett
Das sind natürlich nur Richtwerte und hängt stark vom Belag ab. Mit extra Käse oder Salami wird’s mehr, mit viel Gemüse weniger. Aber verglichen mit normaler Pizza sparst du locker 400-500 Kalorien pro Portion.
Was ich auch super finde: Das Verhältnis von Protein zu Kohlenhydraten. Bei normaler Pizza bekommst du hauptsächlich Kohlenhydrate, hier hast du ein viel besseres Verhältnis. Das hält länger satt und hilft beim Abnehmen.
Mein Fazit zur Blumenkohl-Pizza
Mal ehrlich: Blumenkohl-Pizza ist nicht genau wie normale Pizza. Der Boden ist anders, die Konsistenz ist anders. Aber wenn du das von vornherein weißt und nicht erwartest, dass es genauso schmeckt wie beim Italiener, wirst du positiv überrascht sein.
Ich esse sie mittlerweile lieber als normale Pizza, einfach weil ich mich danach besser fühle. Nicht so vollgestopft, nicht müde, kein schlechtes Gewissen. Und wenn ich Lust auf Pizza habe, ist das eine super Alternative.
Klar, die Vorbereitung dauert länger als bei Fertigpizza. Aber wenn du den Dreh einmal raushast, geht es echt schnell. Und die eingefrorenen Böden sind meine absolute Geheimwaffe für schnelle Abendessen.
Was ich auch toll finde: Du kannst die ganze Familie damit glücklich machen. Selbst Leute, die normalerweise keine Low Carb Rezepte mögen, finden die Pizza meistens ziemlich gut. Zumindest hat bei mir noch niemand gemeckert.
Probier es einfach mal aus. Beim ersten Mal wird vielleicht nicht alles perfekt, das ist okay. Ich habe auch drei Versuche gebraucht, bis ich zufrieden war. Aber dann ist es wirklich einfach und du wirst sehen, wie oft du die Pizza machst.
Hast du schon mal Blumenkohl-Pizza probiert? Und wenn ja, was ist dein Lieblingsbelag? Ich bin immer auf der Suche nach neuen Ideen!
Low Carb Blumenkohl Pizza
Eine gesunde Pizza mit knusprigem Blumenkohlboden – perfekt für alle, die Pizza lieben, aber Kohlenhydrate sparen möchten.
Zutaten
- 1 mittelgroßer Blumenkohl (600–700g)
- 1 Ei
- 100 g geriebener Mozzarella
- 2 EL Mandelmehl oder Kokosmehl
- 1 TL Flohsamenschalen (optional)
- Salz, Pfeffer, Oregano
- 3–4 EL passierte Tomaten
- 150 g Mozzarella
- Belag nach Wahl: Salami, Schinken, Champignons, Paprika oder Rucola
Zubereitung
- Blumenkohl zerkleinern: Blumenkohl in Röschen teilen und fein reiben oder in der Küchenmaschine zerkleinern.
- Blumenkohl garen: Kurz in der Mikrowelle oder Pfanne garen.
- Flüssigkeit auspressen: Blumenkohl in ein Küchentuch geben und gründlich ausdrücken.
- Teig herstellen: Blumenkohl mit Ei, Käse, Mandelmehl und Gewürzen vermengen.
- Boden backen: Masse auf Backpapier verteilen und 20–25 Minuten backen.
- Pizza belegen: Tomatensoße dünn verteilen und Lieblingszutaten hinzufügen.
- Fertig backen: Weitere 10–12 Minuten backen, bis der Käse geschmolzen ist.
Tipps
- Den Blumenkohl wirklich gut auspressen – das sorgt für einen knusprigen Boden.
- Nicht zu viel Tomatensoße verwenden, sonst wird der Boden weich.
- Der vorgebackene Boden kann auch eingefroren werden.